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Bundesverdienstkreuz für Lucy Grimme

Bundesverdienstkreuz für Lucy Grimme

Lucy Grimme (m.) gemeinsam mit der Botschafterin von El Salvador Florencia Vilanova de von Oehsen und Landrat Jens Böther

Unsere geschätzte Kollegin und langjährigen Wegbegleiterin Lucy Grimme erhielt am 12. Juni 2026 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

 

Lüneburgs Landrat Jens Böther hob im Auftrag von Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier ihr über 30-jähriges Engagement für Integration, Bildung und gesellschaftliche Teilhabe hervor. Der Niedersächsische Integrationsrat, das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen und die Volkshochschule Region Lüneburg sind dabei nur ein paar ihrer Wirkungsstätten, denn auch darüber hinaus hat sie sich stets für Chancengerechtigkeit und ein gesellschaftliches wie auch vielfältiges Miteinander eingesetzt.

 

amfn e.V. und das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen gratulieren Lucy Grimme ganz herzlich und wir freuen uns außerordentlich, dass ihr gesellschaftliches und politisches Engagement, ihre intensive (ehrenamtliche) Arbeit und ihre zukunftsorientierten Ideen, die sie auch immer wieder bei uns einbringt, entsprechend gewürdigt wurden.

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Dokumentation der Fachveranstaltung „Frühkindliche Bildung ist für alle da“​

Dokumentation

Fachveranstaltung
Frühkindliche Bildung ist für alle da
gerecht und diversitätssensibel

-Aktiv gegen rassistische Ausgrenzungsmechanismen und Barrieren-

In der Kita werden die Grundlagen für den Bildungserfolg gelegt. Insbesondere Kinder, deren Familiensprache eine andere als Deutsch ist oder deren Familien benachteiligt sind, profitieren erheblich von einem Kita-Besuch.

 

Gleichzeitig sind migrantische Familien jedoch häufig mit rassistischen Strukturen, Barrieren und Ausgrenzungsmechanismen konfrontiert, was einen Zugang oft behindert oder sogar verhindert.

 

Am Fachtag des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen Frühkindliche Bildung ist für alle da: gerecht und diversitätssensibel – Aktiv gegen rassistische Ausgrenzungsmechanismen und Barrieren – am 28. April 2026 nahmen ca. 100 Eltern, Fachkräfte wie auch Menschen aus Verwaltung und aus Migrant*innenselbstorganisationen teil.

 

Nach einem einführenden Fachvortrag von Christiane Kassama, der vor allem verdeutlichte, wie eine rassismuskritische Organisationsentwicklung in Kitas umgesetzt werden kann und welche positiven Effekte sie hat, hatten Eltern auf dem Podium die Möglichkeit, ihre Perspektive aufzuzeigen. Die Erfahrungen wurden im Anschluss noch fachlich eingeordnet. In den sich anschließenden Dialoggruppen konnten Eltern mit Fachkräften und anderen Bildungsakteur*innen ins Gespräch kommen und gemeinsam Herausforderungen wie auch Lösungen identifizieren.

 

Durch den Tag führte uns die Moderatorin Sissi Eklu-Natey.

Videodokumentation

Dokumentation der Dialoggruppen

In den Dialoggruppen hatten Eltern und Fachkräfte wie auch andere Bildungsakteur*innen die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Das Ziel war es, gemeinsam Herausforderungen zu identifizieren, die vor allem für Eltern Hürden beim gleichberechtigten Zugang zur Kita und bei der Bildungsteilhabe darstellen. Im Anschluss wurden gemeinsam Lösungen erarbeitet, die diesen Barrieren aktiv begegnen und sie abbauen können.

Herausforderungen

 

1. Große Intransparenz
Die Konzepte zur Förderung der Mehrsprachigkeit sind von Kita zu Kita sehr unterschiedlich und werden auch unterschiedlich gelebt. Häufig ist für die Eltern nicht erkennbar, auf welcher Grundlage der Sprachförderbedarf der Kinder festgestellt wird und was die Kita tut, wenn ein Sprachförderbedarf bei einem Kind festgestellt wird oder Eltern werden über Maßnahmen nicht ausreichend informiert.

 

2. Mangelnde Sprachanlässe und Sprachförderangebote
Zum Teil stehen keine Kapazitäten für die Sprachförderung bereit. Zudem verschärft der bestehende Personalmangel die Versorgungssituation. Eltern berichten, dass von ihnen gefordert wurde, dass Kind zuhause in der deutschen Sprache zu fördern.

 

3. Fehlende Qualifizierung und Haltung
Das Personal ist nicht immer ausreichend qualifiziert für die Sprachbildung der Kinder und es mangelt an Wissen z. B. wie Deutsch und die Erstsprache zusammengedacht werden können. Außerdem wird Sprachförderbedarf seitens der Fachkräfte als etwas Negatives wahrgenommen und so den Eltern kommuniziert.

 

Lösungsoptionen

 

1. Transparenz und Wertschätzung
Die Eltern wünschen sich eine transparente und wertschätzende Kommunikation, wenn es um Sprachförderung geht. Dazu beitragen würde, wenn das Stigma von Sprachförderung aufgearbeitet werden würde

 

2. Elterneinbindung
Eltern sollten im Prozess der Sprachförderung mitgenommen und umfassend über die Bedeutung der Sprachförderung, über Maßnahmen und Programme informiert werden. Die Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Eltern im Bereich der Sprachförderung muss kompetenzorientiert, wertschätzend, transparent und verständlich umgesetzt werden.
Eltern sollten frühzeitig und niedrigschwellig über die Möglichkeit der Sprachförderung informiert werden, z. B. bereits bei der Geburt, durch die Kommunen.

 

3. Qualitätssicherung
Sprachförderung sollte bereits vor der Kita (0-3 Jahre) beginnen: Möglichkeiten sind Griffbereit-Gruppen, die ohnehin auf den Kindergartenbesuch vorbereiten. Dabei sollen auch die Eltern eingebunden und über Möglichkeiten, die Sprachentwicklung ihres Kindes zu fördern, informiert werden. Bei der alltagsintegrierten Sprachförderung sollten Erstsprache und Deutsch zusammengedacht werden. Die Erstsprache sollte darüber hinaus auch bei der Testung berücksichtigt werden, es braucht z.B. eine Überarbeitung der Sprachstandserhebung und Schuluntersuchungen wie durch die Ergänzung um Fragebögen zur Erstsprache. Zur Qualitätssicherung müssen die unterschiedlichen Akteure im Prozess der Sprachförderung besser zusammenarbeiten.

 

4. Förderung der Mehrsprachigkeit
Mehrsprachige Kitas und Kindergärten sollten gefördert werden und vorhandene Ressourcen durch mehrsprachige Kitamitarbeiter*innen genutzt und wertgeschätzt werden. Es sollten mehrsprachige Materialien für Kitas, die Eltern und Kinder zur Verfügung stehen, die die Sprachbildung unterstützen und auch von den Familien ausgeliehen werden können. Die Basis des pädagogischen Handelns ist die Anerkennung der Mehrsprachigkeit als Ressource.

Herausforderungen

 

1. Fehlende oder mangelnde Kompetenzen im Umgang mit Rassismus und Diversitätskompetenz
Viele Fachkräfte und Einrichtungen zeigen ein geringes Problembewusstsein sowie eine unzureichende Sprach- und Handlungsfähigkeit, wenn es um die Auswahl und den Einsatz von Materialien geht, die Vielfalt abbilden.

 

2. Fehlende Vorgaben für nicht-diskriminierendes Material
Es gibt keine verbindlichen Vorgaben für nicht-diskriminierende Kinderbücher oder Spielzeuge. Dies führt dazu, dass die Auswahl oft von individuellen Initiativen abhängt.

 

3. Keine strukturellen Maßnahmen und große Abhängigkeit
Die Tatsache, dass strukturelle Maßnahmen fehlen, verhindert, dass flächendeckend diversitätssensible Materialien eingesetzt werden.

 

Lösungsoptionen

 

1. Verbindliche Weiterbildung und Verankerung in der Ausbildung
Verbindliche Weiterbildungen für Fachkräfte und Eltern sollen eingeführt werden, um das Bewusstsein für Diversität, Rassismus und strukturelle Diskriminierung in Kinderbüchern und Spielmaterialien zu schärfen. Diese Weiterbildungen sollten praxisnah gestaltet sein und konkrete Handlungsempfehlungen für den Alltag bieten. Außerdem sollen die Themen auch fest in der Ausbildung verankert werden.

 

2. Verbindliche Vorgaben für Neuanschaffung und Leitfäden
Ein zentraler Punkt ist die Forderung nach verbindlichen Vorgaben für Kinderbücher und Spielmaterialien. Nur geprüfte, nicht-diskriminierende Materialien sollten in Kitas und anderen Bildungseinrichtungen verwendet werden. Eltern betonten, dass hier klare Kriterien und Transparenz notwendig sind, um sicherzustellen, dass alle Kinder sich in den Materialien wiederfinden und wertgeschätzt fühlen.

 

3. Konzeptanpassung
Zusätzlich wurde die Anpassung pädagogischer Konzepte gefordert. Dazu gehört die Förderung von Mehrsprachigkeit in Kinderbüchern sowie die Integration von Rassismuskritik in die Auswahl und den Einsatz von Spielmaterialien. Träger und Politik sind aufgefordert, Leitfäden zu entwickeln, die Einrichtungen bei der Umsetzung unterstützen.

 

4. Mehr Elterneinbindung
Schließlich wurde die stärkere Einbindung der Eltern in die Auswahl und Gestaltung von Kinderbüchern und Spielmaterialien betont. Durch regelmäßige Dialoge, Feedbackrunden und gemeinsame Projekte können Eltern aktiv in den Prozess einbezogen werden, um eine kultursensible und inklusive Lernumgebung zu schaffen.

Herausforderungen:

1. Intransparente Auswahl- und Vergabeverfahren der Kita-Plätze
Es gibt Vorurteile gegenüber migrantischen Familien, was rassistische Diskriminierungen bei der Auswahl zur Folge haben kann. In der Folge entstehen häufig lange Wartezeiten, viele Absagen oder lange Fahrtwege zu einem zugesagten Kita-Platz, was für die Eltern große Probleme darstellen.

2. Komplizierte und unklare Anmeldeverfahren
Die Träger*innenvielfalt, Sprachbarrieren (vor allem bei telefonischer Anmeldung), die unterschiedlichen Anmeldeverfahren je nach Kommune (bspw. ist manchmal auch eine persönliche Anmeldung in der Einrichtung erforderlich), die festen Anmeldezeiträume, die häufig nicht einzuhalten sind, weil Familien die Kommune wechseln müssen oder nach diesem Zeitraum einer Kommune zugewiesen erschweren die Anmeldung der Kinder. Zu der Komplexität kommt erschwerend hinzu, dass Eltern oft grundlegende Informationen fehlen.

3. Technische Hürden
Die Online-Portale und Formulare sind in vielen Fällen sehr kompliziert, sogar, wenn sie mehrsprachig zur Verfügung stehen. In manchen Kommunen (z.B. Hannover) ist es zudem erforderlich, die Anmeldung im Portal regelmäßig zu bestätigen, in anderen müssen Kinder mit unterschiedlichen Mailadressen angemeldet werden (z.B. Göttingen), da andernfalls die erste Anmeldung überschrieben wird.

 

Lösungsoptionen:

 

1. Zugang zu Informationen und Angeboten
Eltern benötigen bessere bzw. gebündelte Informationen über bestehende Angebote, diese sollten auch mehrsprachig angeboten werden. Eltern sollten aktiv angesprochen werden, dies kann z.B. über migrantische Vereine/Projekte wie das MigrantenElternNetzwerk geschehen.
Ideal wäre die Entwicklung eines Informationspakets („Willkommen auf dem Welt“-Paket) für Eltern mit dem Ziel, Eltern frühzeitig, transparent und umfassend über den Kita-Platz-Bewerbungsprozess informieren und den Einstieg erleichtern. Es könnte Informationen zum Kita-Angebot, eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, eine Eltern-Checkliste (Dokumente), Zeitplan/Fristen, Kontaktmöglichkeiten, FAQ, Glossar, Eingewöhnungscheckliste und optional kurze Videos in z.B. leichter Sprache beinhalten und nach der Geburt zur Verfügung gestellt werden.

 

2. Mehrsprachigkeit und Beratung
Es braucht den Ausbau mehrsprachiger und aufsuchender Beratungsangebote, z.B. über die Stadtteileltern in den Familienzentren oder Stadtteilpat*innen (z.B. Wolfsburg), die Beratungsangebote sollten dabei einheitlich gestaltet sein und einen einheitlichen Qualitätsrahmen zu Grunde liegen haben.

 

3. Transparenz und Überblick
Es ist eine klarere Darstellung der vorhandenen Strukturen und Träger*innen und der Aufbau stadtteilbezogener Übersichten zu Angeboten erforderlich. Hierfür bedarf es der Etablierung einer koordinierenden Stelle mit dem Ziel, eine zentrale Organisation zu etablieren, die im Kita-Bereich die Transparenz und Informationsbündelung erhöht.

 

4. Vereinfachung von Prozessen
Zentral ist die Überarbeitung der Anmeldeverfahren mit dem Ziel der Vereinheitlichung und umfassenden Transparenz. Dafür benötigen Eltern frühzeitig mehrsprachige und umfassende Informationen. Ideal wäre es, Anmeldeverfahren niedersachsenweit zu vereinheitlichen und transparent zu gestalten.

 

5. Nutzung von Kompetenzen und externe Unterstützung
Sprachliche und interkulturelle Kompetenzen innerhalb der Kita-Teams sollten stärker und gezielter genutzt werden. Eltern sollte auch aktiv die Möglichkeit eingeräumt werden, Begleitpersonen zu Terminen mitzubringen.

Herausforderungen

 

1. Strukturelle Probleme
Viele Kitas, Schulen und Beratungsstellen verfügen nicht über ausreichend Zeit, finanzielle Mittel oder personelle Ressourcen, um intensive Elternarbeit nachhaltig umzusetzen. Besonders problematisch seien befristete Arbeitsverträge, da dadurch ständig neue Fachkräfte eingearbeitet und neues Vertrauen aufgebaut werden müsse.

 

2. Fehlende Kompetenzen
Es wurde betont, dass pädagogische Fachkräfte Kenntnisse in Sprachbildung und interkultureller Kommunikation benötigen. Umfassende Kompetenzen im Bereich Diversität, Vielfalt und zum diskriminierungssensiblen Handeln fehlen jedoch häufig und erschweren die Zusammenarbeit mit Eltern.

 

Lösungsoptionen

1. Elterneinbindung und Elternzugang
Familien bringen bereits viele wichtige Kompetenzen und Kenntnisse über die Bedürfnisse ihrer Kinder mit. Einrichtungen sollten diese Perspektiven ernst nehmen und Eltern als gleichberechtigte Partner*innen wahrnehmen. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung eines aktiven und kontinuierlichen Austauschs zwischen Fachkräften und Eltern. Dabei helfen die Schaffung von Begegnungsräumen und gemeinsamen Veranstaltungen. Im Bereich der Elternvertretung fehlen den Familien häufig Kenntnisse über diese spezifische Form des Engagements. Diese Wissenslücken gilt es zu schließen. Gleichzeitig wurde gefordert, dass die Kitas durch mehr Mittel und geeignete Strukturen stärker unterstützt werden.

2. Umgang mit Ängsten und dem Thema Rassismus
Eltern benötigen Aufklärungsangebote in der jeweiligen Erstsprache und vertrauensvolle Anlaufstellen, die es einzurichten gilt. Durch die Anlaufstellen würde sich das Beschwerdemanagement verbessern und Eltern hätten einen Raum, ihre Anliegen anzusprechen und Lösungen zu entwickeln.

3. Informationslücken schließen
Die Kitas sollten niedrigschwellige Informationsangebote zu Bildungsthemen und Teilhabemöglichkeiten zur Verfügung stellen. Dies kann auch in Kooperation mit externen Akteur*innen wie dem MigrantenElternNetzwerk geschehen. Hierfür benötigt es jedoch die Öffnung von Räumen. Außerdem würde die Zusammenarbeit von einer besseren Vernetzung zwischen Einrichtungen, Fachkräften und Eltern profitieren. Auf Ebene der Eltern können dies z.B. Austauschformate wie Elterncafés sein.

Impressionen

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Fachveranstaltung „Frühkindliche Bildung ist für alle da“​

Fachveranstaltung
Frühkindliche Bildung ist für alle da
gerecht und diversitätssensibel

-Aktiv gegen rassistische Ausgrenzungsmechanismen und Barrieren-

In der Kita werden die Grundlagen für einen späteren Bildungserfolg gelegt. Insbesondere Kinder, deren Familiensprache eine andere als Deutsch ist oder deren Familien benachteiligt sind, profitieren erheblich von einem Kita-Besuch. Kinder mit Migrationshintergrund sind dort jedoch oft unterrepräsentiert. Neuere Studien zeigen, dass der Betreuungswunsch in Familien mit Migrationshintergrund höher ist als die Abdeckung.
Was ist die Ursache für die Diskrepanz?

 

Bereits bei der Suche nach einem Kita-Platz begegnen migrantische Familien häufig Rassismus und Diskriminierung. Es werden Hürden errichtet, die den Zugang oft behindern oder sogar verhindern.

 

Mit unserem Fachtag wollen wir – gemeinsam mit zugewanderten Eltern, pädagogische Fachkräften aus der frühkindlichen Bildung, Politik und Verwaltung – die verschiedenen rassistischen und strukturell verankerten Barrieren benennen, diskutieren und Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist ein System der frühkindlichen Bildung, das sich an alle Familien richtet, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz einlöst und die Kompetenzen aller Kinder aufgreift und fördert.

 

Wann: 28. April 2026
Beginn: 15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)

Wo:    Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover

Programm

14:30 UhrAnkommen
15:00 UhrBegrüßung und Einführung
15:30 UhrFachvortrag: Kita als sicherer Ort für alle?
Rassismuskritische Bildungsarbeit als grundlegender Bestandteil frühkindlicher Bildung!
Christiane Kassama
Pädagogin, Seminarleiterin, zertifizierte systemische Coachin

mit anschließender Fragerunde
16:30 UhrKaffeepause
17:00 UhrAus der Perspektive migrantischer Eltern

Erfahrungen und Einordnung
17:40 UhrDialoggespräche mit Eltern
Austausch zu Sprachbildung (Forum I), Kinderbüchern und Spielmaterialien (Forum II),
Anmeldeverfahren (Forum III) und Elternkooperation/Erziehungspartnerschaft (Forum IV)
18:40 UhrZusammenfassung auf dem Podium
19:00 UhrAbschluss
19:15 UhrAusklang mit Imbiss
20:00 UhrEnde
Anmeldefrist: Das Anmeldeformular ist leider schon geschlossen.

Sollten Sie sich noch nachmelden wollen, schicken Sie bitte bis spätestens Montag (27.04.26, 12:00 Uhr) eine Mail an anmeldung@men-nds.de.

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Elternworkshop „Elternvertretung in der Schule“​

Elternworkshop "Elternvertretung in der Schule"

Wie können Eltern als Elternvertretungen aktiv werden?

Liebe Freund*innen des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen, liebe Eltern,

 

das MigrantenElternNetzwerk Wolfenbüttel lädt Eltern mit Migrationsgeschichte herzlich zu dem Workshop „Elternvertretung in der Schule“ ein.

Das Ziel soll es sein, Sie als Eltern praxisnah und leicht verständlich über die Beteiligung in schulischen Gremien zu informieren und Sie dabei zu stärken, als Elternvertretung aktiv zu werden.

Der Workshop richtet sich besonders an zugewanderte Eltern mit Deutschkenntnissen auf A2-B1.

 

Wir möchten in einfacher Sprache erklären:

  • Was bedeutet es, Elternvertreterin oder Elternvertreter zu sein?
  • Welche Aufgaben habenElternvertreter?
  • Berichte von Schulleitungen und Elternvertretern aus Wolfenbütteler Schulen

Praktischer Teil:
Wir üben gemeinsam, wie die Wahl der Elternvertretung funktioniert (Simulationswahl).

 

Wann:
4. Dezember 2025
16:00 – 20:00 Uhr

 

Wo:
Evangelische
Familien – Bildungsstätte
Dietrich – Bonhoeffer-Str. 1 a
38300 Wolfenbüttel

 

Damit wir gut planen können, bitten wir um Anmeldung.

Vita Feldmane-Millere
Evangelische Familien-Bildungstätte Wolfenbüttel
Vita.feldmane.efb@lk-bs.de

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Unsere Kinder sind unsere Zukunft – Gründung des 12. Regionalnetzwerks in Wolfsburg

Gründung des 12. Regionalnetzwerks in Wolfsburg

Unter dem Motto „Gemeinsam stark für unsere Kinder und ihre Zukunft“ wurde am 20. September 2025 mit 150 Gästen feierlich das MigrantenElternNetzwerk Wolfsburg gegründet.

 

Eingeladen waren neben Vertreter*innen aus Verwaltung, Politik und Bildungsinstitutionen vor allem Eltern, die im Mittelpunkt der Veranstaltung standen. Irina Reschke, Leiterin des Integrationsreferats der Stadt Wolfsburg, führte als Moderatorin durch den Tag.

 

Bei der Eltern-Infowelt stellten sich unterschiedliche Akteur*innen aus dem Bildungsbereich vor. Es kamen zahlreiche Eltern, die bei Snacks und Getränken im Gewölbekeller des Schlosses mit den Anwesenden ins Gespräch kamen.

 

Im Gartensaal wurde im Anschluss das Netzwerk feierlich gegründet. Nach Grußworten von Oberbürgermeister Dennis Weilmann, vom niedersächsischen Sozialminister Dr. Andreas Philippi und von Dr. Anwar Hadeed von amfn e.V. folgte ein Gespräch mit zugewanderte Eltern der Wolfsburger Steuerungsgruppe.
Eindrücklich und sehr persönlich berichteten sie von Barrieren und auch davon, was ihnen dabei geholfen hat, das niedersächsische Bildungssystem zu verstehen und ihre Kinder aktiv zu unterstützen. Vor allem Sprachbarrieren, die Komplexität des Schulsystems, Diskriminierungserfahrungen und ein fehlendes Gefühl von Zugehörigkeit identifizierten sie als große Hürden. Als Chance und große Hilfe wurden hingegen engagierte Einzelpersonen (z.B. Lehrkräfte als Schlüsselpersonen), persönliche Netzwerke und mehrsprachige Informationen genannt.
Im Anschluss an die Berichte der Eltern stellte Sabrina Zourelidis die Struktur, die Schwerpunkte und den vielschichtigen Nutzen des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsens vor. Daraufhin folgte ein Fachvortrag von Prof.in Dr.in Alisha M.B. Heinemann zum Thema „Diskriminierungssensible Erziehungspartnerschaften“, der das Thema aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtete.
Mit abschließenden Worten der Stadträtin für Jugend, Bildung, Integration und Soziales, Iris Bothe, wurde die Veranstaltung beendet.

 

Wir danken dem Organisationsteam rund um Irina Reschke, Inga Marie Pape und Yasemin Oguz für die gelungene Veranstaltung und wünschen dem Regionalnetzwerk einen erfolgreichen Start!

 

Koordinatorin des Regionalnetzwerks Wolfsburg
Yasemin Oguz
E-Mail: wolfsburg@men-nds.de

Fotograf: Thomas Kubiczek | Bildrechte: Stadt Wolfsburg

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Gründungsveranstaltung des Regionalnetzwerks Wolfsburg

Gründungsveranstaltung des Regionalnetzwerks Wolfsburg

Das MigrantenElternNetzwerk Wolfsburg wird am 20. September 2025 offiziell gegründet.


Wir laden Sie herzlich zur Veranstaltung GEMEINSAM STARK FÜR UNSERE KINDER UND IHRE ZUKUNFT! – Auftaktveranstaltung des MigrantenElternNetzwerks Wolfsburg ein.


Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm mit einer Eltern-Infowelt zu Bildung, Kita, Schule, Beruf und mehr, spannenden Impulsen von Expert*innen, persönlichen Einblicken Wolfsburger Eltern sowie inspirierenden Vorträgen.


Alle weiteren Informationen zur Veranstaltung sowie das vollständige Programm finden Sie im in diesem Flyer.

Der Flyer ist außerdem auf Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Persisch, Portugiesisch, Spanisch, Türkisch und Ukrainisch unter folgendem Link abrufbar: https://www.wolfsburg.de/men  

 

Datum: Samstag, 20.09.2025

Ort: Schloss Wolfsburg, Schloßstraße 8, 38448 Wolfsburg

Räume: Gewölbekeller & Gartensaal

Uhrzeit: 11:00 bis 15:00 Uhr

 

Anmeldung: Bitte melden Sie sich über den folgenden Link an: https://www.wolfsburg.de/men-anmeldung

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

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Neues Regionalnetzwerk und Infoveranstaltung

Neues Regionalnetzwerk und Infoveranstaltung

Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen freut sich über ein neues Regionalnetzwerk. Mit dem MigrantenElternNetzwerk Wolfsburg sind wir nun in 12 niedersächsischen Kommunen tätig. Am 20. September 2025 wird die feierliche Auftaktveranstaltung in Wolfsburg stattfinden. Weitere Infos werden rechtzeitig auf unserer Website und über unsere Verteiler veröffentlicht.

 

Bereits im Vorfeld bietet das MigrantenElternNetzwerk Wolfsburg für Eltern eine Infoveranstaltung zum Thema Elternvertretung: Aktiv werden als Eltern in Schule und Kita an.

 

Datum und Zeit: 26.06.2025 um 17:30 Uhr
Ort: Das West | Samlandweg 17, 38440 Wolfsburg

 

Anmeldung: bis 20.06.2025 an yasemin.oguz@stadt.wolfsburg.de

 

Hier finden Sie den Flyer zum Download [.pdf]

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Zoomveranstaltung Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen

Zoomveranstaltung Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen

Freiheit Gefahr | Gemeinschaft Einsamkeit | Vertrauen Kontrolle

Liebe Freund*innen des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen,

 

wir laden interessierte Eltern zu der Niedersachsenweiten Zoomveranstaltung „Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen = Freiheit ⇆ Gefahr | Gemeinschaft ⇆ Einsamkeit | Vertrauen ⇆ Kontrolle“ ein.

 

Wir sprechen über die Nutzung digitaler Medien und die Chancen und Risiken, die damit verbunden sind. Eltern fühlen sich oft unsicher, wie viel Kontrolle nötig ist und wo sie ihren Kindern vertrauen sollten.

Wir wollen darüber sprechen, was Kinder und Jugendliche brauchen, um gesund, selbstbewusst und informiert digitale Medien zu nutzen und wie Eltern und Schulen sie dabei unterstützen können.

 

Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung:

  • Wie finden wir als Eltern die richtige Balance zwischen Kontrolle/Schutz und Freiheiten/Vertrauen?
  • Wie kann mit familiären Konflikten rund um Mediennutzung gut umgegangen werden?
  • Welche Rolle spielen Schule, Elternhaus und Vorbilder bei der Förderung von Medienkompetenz?

Sie werden auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen!

 

Wir freuen uns, David Salim, Gründer der Bildungsinitiative MyGatekeeper, als Experten begrüßen zu dürfen. Er wird praxisnah zeigen, wie Schulen, Familien und außerschulische Partner gemeinsam zur sicheren Mediennutzung beitragen können – und Impulse aus seiner Arbeit mit Eltern, Lehrkräften und Jugendlichen teilen.
Die Veranstaltung ist kostenlos und wird auf Arabisch und Ukrainisch übersetzt.

 

Veranstaltungsdaten:
Mittwoch, 25.06.2025
17:00 – 19:00 Uhr
Ort: Zoom

 

Referent:
David Salim – Bildungsinitiative MyGatekeeper

 

Zugangsdaten und Einladung:

Einladung deutsch

Einladung arabisch

Einladung ukrainisch

 

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme und einen konstruktiven Austausch!
Ihr MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen

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Gründung des Netzwerks für Chancengleichheit und Migration in Schule und Bildung

Gründung des Netzwerks für Chancengleichheit und Migration in Schule und Bildung

Ungleiche Bildungschancen und fehlende Bildungsgerechtigkeit sind das zentrale Problem für fehlende gesellschaftliche Teilhabe in allen Lebensbereichen! Kinder und Jugendliche haben nicht die gleichen Startbedingungen. Herkunft, sozioökonomischer Status oder Wohnort entscheiden maßgeblich über ihren Bildungserfolg. Betroffen sind davon überproportional häufig Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte.

Daher begrüßen wir es sehr, dass amfn e.V., das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen und der Niedersächsische Integrationsrat gemeinsam mit anderen MSOs und Wissenschaftler*innen Teil des Netzwerks für Chancengleichheit und Migration in Schule und Bildung geworden sind. Das Netzwerk berät ab jetzt regelmäßig das Niedersächsische Kultusministerium, um Handlungsempfehlungen zu entwickeln, wie Chancenungleichheit im Bildungssystem begegnet werden kann.

Wir werden energisch unsere Expertise einbringen, um einen Beitrag zu mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem zu leisten und den Interessen von Eltern und ihren Kindern mit Migrationsgeschichte Gehör zu verschaffen.


HIER gelangen Sie zur Pressemitteilung des Niedersächsischen Kultusmnisteriums.

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Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen aktiviert zugewanderte Eltern für die Elternvertretung in Schule und Kita

Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen aktiviert zugewanderte Eltern für die Elternvertretung in Schule und Kita

Als MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen haben wir 2023 in fast allen unserer neun Regionalnetzwerke sowie niedersachsenweit mehr als 160 zugewanderte Eltern über die Möglichkeiten der Elternvertretung informiert, teilweise auch in den Herkunftssprachen. Dabei sind wir auf ein großes Interesse und eine große Offenheit auf Seiten der Eltern gestoßen. Ein wichtiges Anliegen der Veranstaltungen war es zudem, Bedenken und Befürchtungen der Eltern hinsichtlich einer aktiven Mitarbeit in der Elternvertretung entgegen zu wirken.
 

Und tatsächlich… Nach unserer intensiven Arbeit mit den Eltern können wir definitiv die Früchte unserer Bemühungen ernten. Es ist großartig zu sehen, wie sich unsere Arbeit und unser Engagement auszahlen.
 
Hier sind ein paar erfolgreiche Geschichten von Eltern, in denen sie sich engagiert und mutig eingesetzt haben, um Erfolg zu erreichen.
 

Olga B.: Mein Sohn wird dieses Jahr eingeschult. Ich bin schon jetzt entschlossen, als Elternvertreterin zu kandidieren und für die Rechte unserer Kinder einzustehen, da sie selbst es noch nicht tun können. Dadurch hoffe ich auch die neue Stadt, wohin unsere Familie gerade umzieht, kennenzulernen.
Meine Mehrsprachigkeit betrachte ich als Vorteil und werde sie gerne nutzen.

 

Dibestan Y.: Als Elternteil hatte ich immer ein starkes Interesse an der Schule meiner Kinder und wollte verstehen, was für sie am besten ist. Durch die aktive Teilnahme an der Elternvertretung kann ich auch Kontakt zu anderen Eltern und Lehrkräften aufnehmen und so ein Netzwerk aufbauen. Außerdem finde ich es bereichernd, anderen Eltern und der Schule bei Bedarf Unterstützung anzubieten und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

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