Fachveranstaltung
Frühkindliche Bildung ist für alle da
gerecht und diversitätssensibel
-Aktiv gegen rassistische Ausgrenzungsmechanismen und Barrieren-
In der Kita werden die Grundlagen für einen späteren Bildungserfolg gelegt. Insbesondere Kinder, deren Familiensprache eine andere als Deutsch ist oder deren Familien benachteiligt sind, profitieren erheblich von einem Kita-Besuch. Kinder mit Migrationshintergrund sind dort jedoch oft unterrepräsentiert. Neuere Studien zeigen, dass der Betreuungswunsch in Familien mit Migrationshintergrund höher ist als die Abdeckung.
Was ist die Ursache für die Diskrepanz?
Bereits bei der Suche nach einem Kita-Platz begegnen migrantische Familien häufig Rassismus und Diskriminierung. Es werden Hürden errichtet, die den Zugang oft behindern oder sogar verhindern.
Mit unserem Fachtag wollen wir – gemeinsam mit zugewanderten Eltern, pädagogische Fachkräften aus der frühkindlichen Bildung, Politik und Verwaltung – die verschiedenen rassistischen und strukturell verankerten Barrieren benennen, diskutieren und Lösungen entwickeln. Unser Ziel ist ein System der frühkindlichen Bildung, das sich an alle Familien richtet, den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz einlöst und die Kompetenzen aller Kinder aufgreift und fördert.
Wann: 28. April 2026
Beginn: 15:00 Uhr (Einlass ab 14:30 Uhr)
Wo: Pavillon Hannover, Lister Meile 4, 30161 Hannover
Programm
| 14:30 Uhr | Ankommen |
| 15:00 Uhr | Begrüßung und Einführung |
| 15:30 Uhr | Fachvortrag: Kita als sicherer Ort für alle? Rassismuskritische Bildungsarbeit als grundlegender Bestandteil frühkindlicher Bildung! Christiane Kassama Pädagogin, Seminarleiterin, zertifizierte systemische Coachin mit anschließender Fragerunde |
| 16:30 Uhr | Kaffeepause |
| 17:00 Uhr | Aus der Perspektive migrantischer Eltern Erfahrungen und Einordnung |
| 17:40 Uhr | Dialoggespräche mit Eltern Austausch zu Sprachbildung (Forum I), Kinderbüchern und Spielmaterialien (Forum II), Anmeldeverfahren (Forum III) und Elternkooperation/Erziehungspartnerschaft (Forum IV) |
| 18:40 Uhr | Zusammenfassung auf dem Podium |
| 19:00 Uhr | Abschluss |
| 19:15 Uhr | Ausklang mit Imbiss |
| 20:00 Uhr | Ende |









Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen freut sich über ein neues Regionalnetzwerk. Mit dem MigrantenElternNetzwerk Wolfsburg sind wir nun in 12 niedersächsischen Kommunen tätig. Am 20. September 2025 wird die feierliche Auftaktveranstaltung in Wolfsburg stattfinden. Weitere Infos werden rechtzeitig auf unserer Website und über unsere Verteiler veröffentlicht.
Ungleiche Bildungschancen und fehlende Bildungsgerechtigkeit sind das zentrale Problem für fehlende gesellschaftliche Teilhabe in allen Lebensbereichen! Kinder und Jugendliche haben nicht die gleichen Startbedingungen. Herkunft, sozioökonomischer Status oder Wohnort entscheiden maßgeblich über ihren Bildungserfolg. Betroffen sind davon überproportional häufig Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte.
Olga B.: Mein Sohn wird dieses Jahr eingeschult. Ich bin schon jetzt entschlossen, als Elternvertreterin zu kandidieren und für die Rechte unserer Kinder einzustehen, da sie selbst es noch nicht tun können. Dadurch hoffe ich auch die neue Stadt, wohin unsere Familie gerade umzieht, kennenzulernen.
Dibestan Y.: Als Elternteil hatte ich immer ein starkes Interesse an der Schule meiner Kinder und wollte verstehen, was für sie am besten ist. Durch die aktive Teilnahme an der Elternvertretung kann ich auch Kontakt zu anderen Eltern und Lehrkräften aufnehmen und so ein Netzwerk aufbauen. Außerdem finde ich es bereichernd, anderen Eltern und der Schule bei Bedarf Unterstützung anzubieten und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.