Rückblick auf die Zoom-Veranstaltung zu verschiedenen Wegen in den Beruf

In Niedersachsen gibt es zahlreiche unterschiedliche Wege zu einem Ausbildungs- oder Studienplatz. Diese vielfältigen Möglichkeiten sind besonders für zugewanderte Eltern schwer auseinanderzuhalten und sind zugleich eine Herausforderung und Chance. 

 

Aus diesem Grund haben wir am 23. Juni 2026 zu der niedersachsenweiten Zoom-Veranstaltung „Wege in den Beruf“ eingeladen. Folgende Fragen standen dabei im Vordergrund:

  • Welche Berufe und Ausbildungswege stehen meinem Kind offen?

  • Wie findet mein Kind eine Ausbildungs- oder Studienmöglichkeit?

  • Welche weiteren Informationsquellen stehen uns als Eltern zur Verfügung?

  • Wie können wir als Eltern unser Kind bestmöglich unterstützen?

Die Veranstaltung wurde auf Arabisch und Ukrainisch übersetzt.

 

Unsere Referentin Dina de Haas von von der KAUSA-Landesstelle Niedersachsen konnte die komplexen Wege zur Ausbildung oder zum Studium sehr anschaulich aufzeigen. Im Anschluss an den Vortrag konnten Fragen zu stellen. Die rund 50 Teilnehmenden nahmen diese Möglichkeit sehr gerne in Anspruch und es entstand eine lebendige Diskussion. Besonders zu der IGS und der BBS sowie zur Anerkennung von ausländischen Abschlüssen wurden viele Fragen gestellt.

 

Ein paar Fragen möchten wir hier nochmal aufnehmen und um Infomaterialien ergänzen:

  1. Zur Frage nach freiwilligen Praktika ➔  In diesem Dokument werden die unterschiedlichen Praktikumsformen beschrieben, dazu gehören Schüler*innen-Praktikum, freiwillige Praktika, Berufsorientierungs-Praktika, Einstiegsqualifizierung (EQ) und Maßnahme beim Arbeitgeber (MAG). Enthalten sind auch Informationen über notwendige Versicherungen.
  2. Werden Ausbildungen gefördert? ➔ Neben der betrieblichen gibt es die außerbetriebliche Berufsausbildung. Die Teilnahme wird über die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter geregelt. Die außerbetriebliche Ausbildung unterstützt benachteiligte und/oder lernbeeinträchtigte junge Menschen, bei denen eine Vermittlung in eine betriebliche Ausbildung nicht erfolgreich war. Ein Beispiel: die Pro Beruf GmbH bietet in Hannover Ausbildungen an, weitere Informationen gibt es unter diesem Link: Ausbildungsprojekte | Pro Beruf GmbH. Am besten also bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter nachfragen.
  3. Gibt es Unterstützung durch die Kammern? ➔ Die Handwerkskammern in Niedersachsen bieten im Projekt IFHa Unterstützung bei der Beruflichen Orientierung und der Suche nach einem Ausbildungsplatz im Handwerk an. Der Link zur Niedersachsenweiten Projektinformation ist hier: Zugewanderte in Ausbildung und Beschäftigung | Nds. Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung
    Das Projekt IFHa der Handwerkskammer Hannover mit Ansprechpartner*innen ist hier abrufbar: IFHa – Integrationsprojekt Fachkräfte für das Handwerk
    Auch die Industrie- und Handelskammern haben teilweise regionale Projekte für geflüchtete und zugewanderte Menschen.

Dokumentation:
Präsentation

Mehrsprachige Broschüren vom MigrantenElternNetzwerk

Interaktive Karte von kausa „Wege in den Beruf“

Mehrsprachige Informationsvideos zur BBS und Berufsausbildung von migranetz

 

Wir freuen uns über die rege Beteiligung, die uns zeigt, wie wichtig das Thema nach wie vor ist und dass der Bedarf weiterhin gegeben ist, dieses komplexe Thema anzugehen. Und wir danken ganz herzlich Dina de Haas für ihren aufschlussreichen Vortrag!

 

Ihr MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen

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