Aktuelles

Sommerferien unter Corona-Bedingungen, das bedeutet besondere Vorsicht und Rücksichtnahme. Auch wenn ein Stück Normalität in Deutschland und in anderen Ländern langsam wieder zurückkehrt, ist es wichtig, sich weiterhin - ganz besonders im URLAUB - an die Corona-Regelungen (Mund-Nase Bedeckung, Hände-Hygiene, Abstand) zu halten.

Falls Sie sich innerhalb der letzten 14 Tage vor der Einreise nach Deutschland in einem der Corona-Risikogebiete aufgehalten haben, müssen Sie sich zum Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz aller vor Ansteckung in häusliche Quarantäne begeben. Aktuell wird ein verpflichtender Coronatest für alle Personen diskutiert, die in Risikogebieten Urlaub gemacht haben.

Das Robert Koch Institut hat eine Liste mit Ländern mit einem erhöhten Risiko für eine SARS-CoV-2 Infektionen erstellt. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert. Zu den Risikogebieten gehören unter anderem europäische Ländern (wie z. B. Albanien, der Kosovo, Schweden, die Türkei) und außereuropäische Länder (wie z. B. Brasilien, Irak, Kenia, Nigeria). Eine detaillierte Auflistung der Risikoländer finden Sie im untenstehenden Link.

Robert Koch Institut (2020). Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete. Abgerufen am 16.07.2020, von https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

 

 

Das Land Niedersachsen hat gemeinsam mit seinen Partnern aus dem Bündnis „Niedersachsen hält zusammen“ ein Bildungs- und Freizeitangebot ergänzend zu lokalen Ferienangeboten für die Sommerferien entwickelt. Das Projekt „LernRäume“ ist ein freiwilliges, außerschulisches Bildungsangebot. Eltern und Kinder sollen entlastet werden. Lernstoff, der in den letzten Monaten nicht oder nur teilweise vermittelt worden ist, kann nachgeholt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.

Das Angebot wendet sich an die Kinder der Jahrgänge eins bis acht, zum Teil auch Jahrgang zehn. Was in Ihrer Stadt oder Gemeinde angeboten wird, erfahren Sie über die Kirchengemeinden, Schulen und andere Partner. Für Eltern und Erziehungsberechtigte fallen keine Kosten hierbei an.

Eine Liste der Angebote in ganz Niedersachsen wird zeitnah auf der Webseite des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen veröffentlicht.

Niedersächsiches Kultusministerium (2020). Ministerbrief an Eltern zu den LernRäume. Abgerufen am 14.07.2020, von https://www.mk.niedersachsen.de/download/156710/Ministerbrief_an_Eltern_zu_den_LernRaeumen.pdf

 

Dieser Beitrag ist auch in folgenden Sprachen verfügbar: Arabisch, Spanisch, Türkisch

 

 

Das MigrantenElternNetzwerk Hannover veranstaltete am 09.07.2020 eine Online Informationsveranstaltung zum niedersächsischen Berufsbildungssystem. Rund 40 Teilnehmende haben sich für die Veranstaltung zum Thema „Wege in den Beruf“ zugeschaltet.

Ziel der Onlineveranstaltung, die gemeinsam mit Fr. Yvonne Salewski aus KAUSA-Servicestelle Region Hannover organisiert wurde, war Eltern  mit Migrationshintergrund  umfassend über die vielfältigen Möglichkeiten und Wege in den Beruf zu informieren.

Themen wie die Einstiegsqualifizierungen (EQ), der dualen Ausbildung, Ausbildungswege, Ausbildungsformen, Weiterbildung oder Studium wurden vorgestellt. In Frau Salewski´s anschaulicher Präsentation wurden  konkrete Hilfestellungen für die Eltern dargestellt. Die Resonanz der Veranstaltung war sehr positiv.

 

Eine erfolgreiche Veranstaltung zum Thema: „Zeugnisse und Zensuren“ hat das MigrantenElternNetzwerk in Kooperation mit Migranetz am 30.06.2020 durchgeführt.

Die Referentin Martina Gansen berichtete uns, was Kopfnoten sind, wie die Lehrkräfte Zensuren vergeben und wie die Bewertung in Zeiten von Corona vorgenommen wird. Über 50 TeilnehmerInnen nahmen an der informativen Veranstaltung teil.

Hier geht es zur Präsentation

 

Neue Broschüre: Unseren Kindern zuliebe …Mehr Integration in den Schulen

Mit dieser neuen Broschüre auf Deutsch und Arabisch informieren wir über die Bedeutung von Sexualkunde- und Schwimmunterricht,

Klassenfahrten und Religionsunterricht für die Bildung der Kinder und für das Schulleben. Es gibt schulische Aktivitäten, die in einigen

Migrant*innengruppen regelmäßig zu Diskussionen führen, wie z.B. Sexualkundeunterricht, Schwimmunterricht oder Klassenfahrten.

Viele Fragen gibt es auch zum Religionsunterricht. Insbesondere aufgrund der vermeintlichen Offenheit der westlichen Kultur fürchten

viele Eltern, dass ihre Kinder die mitgebrachte kulturelle Identität verlieren könnten. Mit dieser neuen Broschüre klären wir über die Rechte

und Pflichten von Eltern und Kindern auf und tragen dazu bei, Ängste und Vorbehalte abzubauen.

 

 

Broschüren zum Schulsystem und zum Kita-Besuch jetzt auch in polnischer Sprache

Die Broschüren zum Schulsystem und zum Kita-Besuch sind jetzt auch in polnischer Sprache verfügbar.

 

 

 

 

 

Am 08.06.2020 fand eine Online Informationsveranstaltung vom MigrantenELternNetzwerk Hannover zum Thema Kita-Besuch statt. Als Referenten konnten Herr E. Humrich, Leiter des FamilienServiceBüros der Stadt Hannover, Herr.M.Mevissen und Frau Ataei vom Sachgebiet Grundsatz-angelegenheiten der Stadt Hannover, Herr. Schnitter, FB Jugend und Familie Stadt Hannover gewonnen werden.  Die Veranstaltung richtete sich vorrangig an Neuzugewanderte und Migranten mit Kindern in der Hauptstadt Hannover.

Die von den Eltern meist gestellte Frage war über die fehlende Kitaplätze trotz des Rechtsanspruches auf einen Platz. Wir als MigrantenElternNetzwerk verfolgen das Problem weiter!

 

 

Am 24.04.2020 hat das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen den niedersächischen Kultusminister in einem Schreiben aufgefordert,

Kitas und Schulen zeitnah für Kinder zu öffnen, deren Familiensprache nicht Deutsch ist bzw. deren Eltern zu Hause ihnen nicht die notwendigen

Lernbedingungen schaffen können. Wir begrüßen die Pläne des Ministers, dass alle Kinder nach und nach vor den Sommerferien wieder in die Kita

gehen sollen, zunächst Kinder, die sprachliche Unterstützung brauchen oder auf engem Raum mit großen Familien leben. ( HAZ vom 29.04.2020 und auf Homepageseite vom Kultusministerium Niedersachsen)

 

Brief an niedersächsischen Kultusminister Herrn Tonne

https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/47-millionen-euro-fur-digitale-endgerate-188407.html

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen des Coronavirus sind alle Veranstaltungen des MigrantenEternNetzwerk voraussichtlich bis zu den Sommerferien abgesagt.

Wir werden Sie über neue Termine und den weiteren Verlauf umgehend informieren.

Wir bitten um Verständnis und wünschen allen viel Gesundheit!

Mit freundlichen Grüßen

Das MigrantenElternNetzwerk -Team

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Multiplikatorin des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen, Wassila Ladhar, bekommt Bundesverdienstkreuz.

 

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Özlem Tasyürek-Büyükduykular von migranetz

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Konstituierende Sitzung des 9. Regionalnetzwerks in Wolfenbüttel

 

Mit der konstituierenden Sitzung am 20.08.2019 hat sich das Regionalnetzwerk Wolfenbüttel als 9. Netzwerk im MigrantenElternNetzwerk (MEN) gegründet.

Bei dieser Sitzung wurde die 18-köpfige Steuerungsgruppe gewählt. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat um zentrale Herausforderung und

Probleme mit dem deutschen Schulsystem zu besprechen und Infoveranstaltungen für Eltern mit Migrationshintergrund zu entwickeln.

An der Veranstaltung am 20.08.2019 nahmen Eltern aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlich langen Erfahrungen in Deutschland teil,

zusammen feierten sie den Start der gemeinsamen Arbeit.  

Fachveranstaltung „Normalfall Vielfalt“ am 25.09.2019

Die deutsche Gesellschaft ist vielfältig. Diese Vielfalt als Normalität anzuerkennen und ihr Rechnung zu tragen, ist die Aufgabe des Schulsystems und aller verbunden Akteure.

Die Fachtagung des MigrantenElternNetzwerks möchte hierzu einen wichtigen Beitrag liefern. Zusammen mit Prof. Dr. Rudolf Leiprecht der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Dr. Inga Niehaus des Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung, setzen wir uns mit folgenden Fragen auseinander:

     

-     Was muss in der Ausbildung der Lehrkräfte geschehen, damit Lehrerinnen und Lehrer Vielfalt als Normalität und Entwicklungschance ansehen und entsprechend ihren Unterricht gestalten?

-     Mit welchen Inhalten in Schulbüchern wird Kindern ein Verständnis für die Einwande- rungsgesellschaft vermittelt?

Für die Fachveranstaltung können sich alle Interessierten noch bis zum 19.09.2019 bei Frau Senn unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos.

SAVE THE DATE!

Bitte merken Sie sich die Veranstaltung „Normalfall Vielfalt“ am

Termin:                 25. September 2019

Zeit:                      15.30 Uhr – 19.00 Uhr

Ort:                       Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4, 30161 Hannover

schon einmal vor.

 Der 2. Fachtag 2019 „Pädagogik für die Einwanderungsgesellschaft“ am 25.09.2019 in Hannover befasst sich mit der Lehreraus- und Fortbildung für eine heterogene Gesellschaft. Die Lehrkräfte müssen dafür ausgebildet werden, die Heterogenität in der Schülerschaft als Selbstverständlichkeit und positives Element für das Lernen zu verstehen und anzuwenden. Professor Dr. Leiprecht, Uni Oldenburg, wird zu diesem Thema sprechen. Der zweite Fachvortrag befasst sich mit den Lernmaterialien. Auch Schulbücher sollen der Realität der Einwanderungsgesellschaft Rechnung tragen. Dr. Niehaus vom NLQ hat im Rahmen einer Studie Schulbücher analysiert und Empfehlungen zu ihrer Weiterentwicklung formuliert.

Auftaktveranstaltung für ein regionales MigrantenElternNetzwerk in Wolfenbüttel

Die Auftaktveranstaltung für das regionale MigrantenElternNetzwerk Wolfenbüttel fand am 25. Juni 2019 im Jugendgästehaus, am Seeligerpark in Wolfenbüttel statt. 100 TeilnehmerInnen hörten die Begrüßung durch Frau Steinbrügge, Landrätin im Landkreis Wolfenbüttel. Frau Brandenburger, Referatsleiterin im Niedersächsischen Sozialministerium, betonte die Bedeutung regionaler Strukturen und Aktivitäten für die Landesregierung und bot Unterstützung an. Herr Dr. Hadeed, Geschäftsführer AMFN e.V. begrüßte die Gründung des 9. Regionalnetzwerks im MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen. Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen unterstützt den Aufbau und die Arbeit des MigrantenElternNetzwerk Wolfenbüttel. Es ist für die Eltern in Wolfenbüttel eine Möglichkeit sich zu vernetzen und gemeinsam aktiv zu werden, um mit einer gemeinsamen Stimme die Bildungschancen ihrer Kinder zu verbessern.

Vita Feldmane-Millere, Koordinatorin und Mitarbeiterin der Geschäftsstelle des MigrantenElternNetzwerk in Wolfenbüttel, kündigte die Konstituierende Sitzung des Wolfenbüttels Elternnetzwerks für den 20.August 2019 an. Mit Musik und einem Imbiss klang die Veranstaltung aus.

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Informationen für neu zugewanderte Eltern

Mit dem neuen Flyer Unsere Kinder – Erziehung und Herausforderung greifen wir Erziehungsfragen auf. Wir möchten neu zugewanderte Eltern mit dieser Broschüre dabei unterstützen, eine Erziehungsmethode zu entwickeln, die Ihnen eine Vereinbarkeit ermöglicht, zwischen den Erfordernissen der deutschen Gesetzgebung, der hier geltenden Familien- und Erziehungskonzepte und ihren eigenen Vorstellungen/Ideen von Familien, den Aufgaben der Eltern und den Rollen der Kinder.

IErziehung de 2 titelseite webIn dem Flyer werden folgende Themen behandelt:

  • Erziehungsgrundsätze
  • Kinderrechte
  • Kindheit ohne Gewalt
  • Jugendamt

Das Wohl und die Rechte der Kinder sind für uns das oberstes Gebot.

DSC 0127Am 15. Januar 2019 veranstaltete das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen (MEN) zusammen mit dem Landeselternrat Niedersachsen die Fachveranstaltung „Eltern aktivieren und einbinden – ein Gewinn!“. Dabei hatten die mehr als 50 Teilnehmenden, Eltern mit Migrationshintergrund, Lehrkräfte, SchulsozialarbeiterInnen, Rucksackmütter und viele andere, die Gelegenheit sich über Notwendigkeit der Beteiligung von Eltern in den Bildungseinrichtungen zu informieren und als Good Practice die Elternbeteiligung an der IGS Krayenbrück kennenzulernen.

Anschließend diskutierten die Teilnehmer*innen über die Einbindung und Beteiligung der Eltern mit Migrationsherkunft in ihrer Schule. Eine aktive Elternarbeit fördert den Bildungserfolg zugewanderter Kinder und auch die Schulen profitieren von engagierten und informierten Eltern. Diese unterstützen nicht nur ihre Kinder, sie könne auch dazu beitragen, dass die Bildungsinstitutionen sich besser auf die Unterschiedlichkeit in der Eltern- und Schülerschaft in einer Einwanderungsgesellschaft einstellen.

Programm „Eltern aktivieren und einbinden“

 

31.05.2018

Schroeder Koepf 06 2018

Gemeinsam mit amfn e.V. und weiteren Vertreter*innen der niedersächsischen Migrantenselbstorganisationen stellten wir im Gespräch mit Doris Schröder-Köpf in ihrer Funktion als Landesbeauftragte für die Themen Migration und Teilhabe unsere Aktivitäten und Themenschwerpunkte vor. Wir berichteten über einen erfolgreichen Fachtag und diskutierten über die Forderungen und Probleme, die in diesem Rahmen von den Teilnehmenden gegenüber dem Kultusminister angesprochen worden sind. Auch in Zukunft wird das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen weiterhin Teil dieser Runde sein und die Interessen der zugewanderten Eltern vertreten.

 

 

 

 

 

 

120 Teilnehmende beim Fachtag des MigrantenElternNetzwerk NiedersachsenBei der Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund liegt das niedersächsische Bildungssystem nur im Mittelfeld. Aber was muss und kann verändert werden, um die Bildungserfolge von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund anzugleichen? Um diese Fragen ging es beim diesjährigen Fachtag des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen am 22. Mai im Tagungshaus St. Clemens. 120 zugewanderte Eltern, Fachkräfte und VertreterInnen aus kommunalen Behörden nahmen teil.

Ein Bildungssystem, das auf Chancengerechtigkeit Wert legt, fördert die Kompetenzen alle Kinder früh und individuell. Kein Kind erfährt aufgrund seiner natürlichen oder sozialen Voraussetzungen Nachteile. Ein solches Bildungssystem basiert auf wechselseitiger Anerkennung der an der Bildung beteiligten Personen. Es legt auf diese Weise die Grundlage für die faire Chance zur freien Teilhabe an der Gesellschaft.

 

Wie eine Schule ihr Konzept ausrichten kann, um Chancengerechtigkeit zu realisieren, zeigte Herr Frank als Schulleiter der Elbinselschule in Wilhelmsburg, Hamburg. Aber auch eine Vielzahl weiterer Faktoren und Initiativen wie Sprachförderung, Ganztagsunterricht und z.B. Angebote in den Sommerferien tragen zur Chancengerechtigkeit bei, stellte Prof. Dr. Berkemeyer vom Lehrstuhl für Schulpädagogik und Schulentwicklung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena dar.

 

Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne stellt sich beim Fachtag des MigrantenElternNetzwerk den Fragen aus den Regionalnetzwerken

Zum Abschluss des Fachtags stellte sich der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne den Fragen der Vertreter*innen aus den Regionalnetzwerken des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen sowie der anderen Teilnehmenden. Dabei ging es um

  • die Förderung von Mehrsprachigkeit und die dafür nötige Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse;
  • die Einführung eines Sozialindex, um die sogenannten Brennpunktschulen finanziell und personell besser zu unterstützen;
  • fächerübergreifende Demokratiebildung für alle Schüler*innen;
  • die Qualifizierung für interkulturelle Kompetenz für Lehrkräfte;
  • die Pläne des Kultusministeriums für die Sprachlernklassen.

 

 

25.05.2018

Amfn e.V. und das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen waren zur öffentlichen Anhörung im Kultusausschuss eingeladen. Hier hatten unser Geschäftsführer Dr. Anwar Hadeed, seine Referentin Djenabou Diallo-Hartmann und Beate Seusing als Projektleitung des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen die Gelegenheit, zu den Gesetzesentwürfen zur Änderung des Gesetzes über Tageseinrichtungen für Kinder Stellung zu nehmen.

Stellungnahme als PDF

In vielen Schulklassen großer Städte sind Kinder mit Migrationshintergrund längst keine Minderheit mehr – trotzdem sind die Bildungsinstitutionen nicht ausreichend in der Lage diese Schüler*innen zu fördern. So gibt es im deutschen – wie auch im niedersächsischen – Bildungssystem immer noch Unterschiede beim Bildungserfolg zwischen Kindern mit und ohne Zuwanderungsgeschichte.

Bei dem Fachtag des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen am 22.05.2018 wird der Frage nachgegangen werden, wie ein Schulsystem aussehen müsste, das allen Schülerinnen und Schülern dieselben Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg ermöglicht. Lassen sich für Niedersachsen Erkenntnisse aus den Bildungssystemen anderer Bundesländer gewinnen, in denen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund bessere Bildungserfolge erzielen? Wo liegt der Handlungsbedarf in Niedersachsen? Wie können Schulen schon jetzt Veränderungen umsetzen, um der vielfältigen Schülerschaft in einer Einwanderungs-gesellschaft gerecht zu werden?

Was kann, was will die Niedersächsische Landesregierung beitragen? Diese Frage wird zum Abschluss des Fachtags mit dem niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne diskutiert.

Programm und Einladung zum Fachtag am 22.05.2018

bbt GruendungsvorstandDas MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen wirkte bei der Gründung eines bundesweiten Elternnetzwerkes mit, um die Bildung und Teilhabe der Migrant*innen auch auf Bundesebene weiter zu fördern. Als Auftaktveranstaltung des neu gegründeten Vereins bbt fand am 19. Oktober 2017 die Fachtagung "Elternbeteiligung und Elternengagement in der Einwanderungsgesellschaft" in der Werkstatt der Kulturen in Berlin statt. An der Tagung, die bundesweit auf großes Interesse stieß, nahmen 75 Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Organisationen teil, darunter Ämter und Behörden, Migrantenorganisationen, Landes- und Bundeselternvertretungen, Verbände und Stiftungen sowie Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Mehr Informationen im Newsletter des bbt

Wählen zu dürfen ist ein Privileg! Deshalb fordern wir alle Wahlberechtigten auf, wählen zu gehen. Um eine Wahlentscheidung treffen zu können, die den eigenen Interessen und Vorstellungen nützt, muss man die Positionen der Parteien kennen.

Das MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen hat die bildungspolitischen Positionen der Parteien, die voraussichtlich in den Landtag kommen, gegenübergestellt. So lassen sie sich gut vergleichen.

Wahlen Tim ReckmannÜbersicht über die Positionen der Parteien (PDF)

Welche Aussagen treffen die Parteien

  • zu der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen KiTa-Platz ab einem Jahr und KiTa-Gebühren?
  • zu der Öffnung der Bildungseinrichtungen für die Vielfalt in der Gesellschaft?
  • zum Ganztagsunterricht?
  • zum (zukünftigen) Schulsystem?

 

 An den Bildungserfolgen unserer Kinder entscheidet sich die Zukunft der Gesellschaft. Wir haben eine Wahl bei der Wahl! Informieren Sie sich und nutzen Sie Ihr Recht auf Mitentscheidung!

19. Mai 2017

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Professor Dr. Wanka, als Elternverbände und Vertretungen von Eltern mit Einwanderungsgeschichte in Deutschland weisen wir Ihre Aufforderung an die zugewanderten Eltern, mit ihren Kindern zu Hause Deutsch zu sprechen, (…) auf das Schärfste zurück.

So beginnt der Brief, den wir der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka im Namen des Bundeselternnetzwerk der Migrantenorganisationen für Bildung & Teilhabe (bbt) haben zukommen lassen. In einem Interview mit dem Focus (22. April 2017) hatte die Bundesministerin zugewanderte Eltern aufgefordert, mit ihren Kindern zu Hause Deutsch zu sprechen. Dies sei ihre Bringschuld.

Als bundesweite Vertretung der Eltern mit Zuwanderungsgeschichte haben die Mitglieder des bbt Frau Wanka in dem Brief auf die Bedeutung von Mehrsprachigkeit und die Inhalte des Nationalen Integrationsplan der Kultusministerkonferenz hingewiesen, in dem folgendes hervorgehoben wird:

  1. Wichtig ist nicht, welche Sprache in der Familie gesprochen wird, entscheidend für die weitere Sprachentwicklung – auch im Deutschen – ist die Qualität, in der die Familiensprache erworben wird.
  2. Kinder können problemlos zwei Sprachen gleichzeitig lernen.
  3. In den Tageseinrichtungen für Kinder sollen die Voraussetzungen für eine intensive Begegnung mit der deutschen Sprache geschaffen werden.

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Wanka, in einer gesellschaftlichen Situation, in der grundsätzliche Vorbehalte gegen Eingewanderte und Einwanderung im Allgemeinen wieder die Zustimmung vieler finden, ist es wichtig, etwas für ein positives Verständnis der Einwanderungsgesellschaft zu tun. Ein zentraler Ort hierfür sind die Bildungsinstitutionen!

Anstatt die Eltern aufzufordern, mit ihren Kindern Deutsch zu sprechen, sollte nun eher dafür gesorgt werden, unsere Kitas und Schulen darauf auszurichten, dass sie mit Vielfalt in unserer Gesellschaft umzugehen wissen und größtmögliche Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland ermöglichen.

 

Lesen Sie hier den vollständigen Brief an Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.