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120 Teilnehmende beim Fachtag des MigrantenElternNetzwerk NiedersachsenBei der Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund liegt das niedersächsische Bildungssystem nur im Mittelfeld. Aber was muss und kann verändert werden, um die Bildungserfolge von Kindern mit und ohne Migrationshintergrund anzugleichen? Um diese Fragen ging es beim diesjährigen Fachtag des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen am 22. Mai im Tagungshaus St. Clemens. 120 zugewanderte Eltern, Fachkräfte und VertreterInnen aus kommunalen Behörden nahmen teil.

Ein Bildungssystem, das auf Chancengerechtigkeit Wert legt, fördert die Kompetenzen alle Kinder früh und individuell. Kein Kind erfährt aufgrund seiner natürlichen oder sozialen Voraussetzungen Nachteile. Ein solches Bildungssystem basiert auf wechselseitiger Anerkennung der an der Bildung beteiligten Personen. Es legt auf diese Weise die Grundlage für die faire Chance zur freien Teilhabe an der Gesellschaft.

 

Wie eine Schule ihr Konzept ausrichten kann, um Chancengerechtigkeit zu realisieren, zeigte Herr Frank als Schulleiter der Elbinselschule in Wilhelmsburg, Hamburg. Aber auch eine Vielzahl weiterer Faktoren und Initiativen wie Sprachförderung, Ganztagsunterricht und z.B. Angebote in den Sommerferien tragen zur Chancengerechtigkeit bei, stellte Prof. Dr. Berkemeyer vom Lehrstuhl für Schulpädagogik und Schulentwicklung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena dar.

 

Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne stellt sich beim Fachtag des MigrantenElternNetzwerk den Fragen aus den Regionalnetzwerken

Zum Abschluss des Fachtags stellte sich der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne den Fragen der Vertreter*innen aus den Regionalnetzwerken des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen sowie der anderen Teilnehmenden. Dabei ging es um

  • die Förderung von Mehrsprachigkeit und die dafür nötige Qualifizierung der Lehrkräfte sowie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse;
  • die Einführung eines Sozialindex, um die sogenannten Brennpunktschulen finanziell und personell besser zu unterstützen;
  • fächerübergreifende Demokratiebildung für alle Schüler*innen;
  • die Qualifizierung für interkulturelle Kompetenz für Lehrkräfte;
  • die Pläne des Kultusministeriums für die Sprachlernklassen.