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30. März 2017

MigrantenElternNetzwerk stimmt für Förderung der Mehrsprachigkeit abDie Regionalnetzwerke und Mitgliedsvereine des MigrantenElternNetzwerk Niedersachsen waren sich beim Plenum am 30. März einig: Die Angebote zur Förderung der Mehrsprachigkeit unserer Kinder sollen an den Schulen endlich ausgebaut werden. Mit einer Stellungnahme unterstützten wir daraufhin den Antrag der Fraktionen SPD und Bündnis 90/Die Grünen des niedersächsischen Landtages, dass die Schulen Maßnahmen in Gang setzen sollen, um die Herkunftssprache unserer Kinder mit Migrationshintergrund zu fördern.

Mittlerweile weist ein Viertel der Bevölkerung in Deutschland einen Migrationshintergrund auf. Viele unserer Schülerinnen und Schüler wachsen mehrsprachig auf, lernen ihre „Familiensprache“ aber nur mündlich – die Grammatik fehlt. Im Runderlass "Förderung von Bildungserfolg und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nicht-deutscher Herkunftssprache" entschied die Landesregierung bereits im Juli 2014, dass es für den Bildungserfolg und das Leben dieser Kinder wichtig ist, neben der deutschen auch ihre Herkunftssprache zu fördern. Wie dies geschehen kann, wird durch umfassende Fördermaßnahmen und Regelungen in diesem Erlass verdeutlicht. Doch bisher wurde zu wenig davon umgesetzt.

Aus diesem Grund forderte der Antrag, den wir unterstützt haben:

  • Einrichtung bilingualer Kindertagesstätten
  • Unterrichtsangebote für Herkunftssprachen an allen Schulen auszubauen, um sie als zweite und dritte Fremdsprache zu fördern
  • Herkunftssprachen für die Zeugnisse anzuerkennen und für die Versetzung relevant zu machen
  • Herkunftssprachen als Abiturprüfungsfach aufzubauen
  • Studienmöglichkeiten für herkunftssprachliche Lehramtsfächer in Niedersachsen auf- und auszubauen
  • Anerkennung ausländischer Lehramtsausbildungen zu vereinfachen und Angebote zur Qualifizierung als Quereinsteiger*innen auszubauen

 

Über den Antrag wurde am Donnerstag, 6. April, im Landtag positiv abgestimmt.